Cologne Streetart

Köln ist eine schöne Stadt.


Das war mein erster Eindruck, der sich über die ersten Besuche bei  mir hielt. Die viertgrößte Stadt Deutschlands hat hier auf den ersten Blick einiges zu bieten. Den nie fertig werdenden Dom, die Lage am Rhein mit dem neuen Rheinau-Hafen, die Lanxess-Arena, die Messe, den Grüngürtel mit Universität, Aachener Weiher und Mediapark und natürlich den Karneval 🙂

Köln ist aber auch eine Großstadt und besitzt unzählige, unscheinbare, kleine und weniger schöne Ecken. Aufmerksame Beobachter können aber auch hier etwas besonders entdecken.

Streetart„, „Straßenkunst“ oder auch „Urban Art“ ist neben der Straßenmalerei eine zeitgenössische und aufstrebende Form der Kunst im öffentlichen Raum (Wikipedia).

Streetart besitzt viele Formen. Ob als Sticker, Stencil, Skulptur, Ad-Busting, Paste-Up, für die meisten Künstler gibt es keine Grenzen. Der öffentliche Raum wird zur ihrer Leinwand. Jeder kann im Vorbeigehen die oft auch nur winzigen Werke betrachten oder selbst aktiv werden. Das Austellen im öffentlichen Raum wird meist als Vandalismus aufgefasst und ist daher recht kurzlebig. So ist Streetart ein Paradebeispiel der Broken-Windows-Theory. Gerade in der Innenstadt, der U-Bahn und den Einkaufstraßen wird man kaum auf Urban Art treffen. Wer auf der Suche nach ihr ist, muss schon in den Wohngebieten rund um den Kölnner Stadtkern suchen. Obwohl Vandalismus illegal ist, gibt es hier viele Fasaden, die die unzähligen Sticker und Paste-Ups scheinbar dulden oder den Kampf bereits aufgegeben haben.

Inhaltlich wenden sich viele Künstler gegen Konsumismus (-> Adbusting), Kapitalismus oder verzichten auf eine konkrete Botschaft – „the medium is the message“ (nach Marshall McLuhan).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.