Steckbrettkabel

Meinen heutigen Tag habe ich damit verbracht Kabel für mein Steckbrett anzufertigen. Ich war es Leid mit zu dicken Drähten oder Klingeldraht zu hantieren. Sie passen nicht, brechen ab oder lassen sich einfach nicht eindeutig von einander unterscheiden. So dauert das Aufbauen einer kleinen Schaltung auf dem Steckbrett ewig.

Schon länger habe ich nach einer Alternative gesucht. Kommerzielle Angebote sind meist recht teuer und in Europa nur schwer zu beziehen. Ich war auf der Suche nach einer günstigen und qualitativ hochwertigen Eigenbauvariante.

Meine Steckbrücken bestehen aus je zwei Stecknadeln mit farbigen Glaskopf und einer zwischen 7-25cm langen farbig codierten Ader einer LIYCY-Steuerleitung. Die Adern der Steuerleitung sind farblich gut voneinander zu unterscheiden. Sie werden einfach an die Stecknadeln gelötet und mit einem Stück Schrumpfschlauch gesichert.

Es empfiehlt sich die Ader mittig auf der Nadel an zu löten. So kann sie mit der Spitze einfach in das Steckbrett gesteckt und entfernt werden. Der blanke Hals kann so gut zum Messen mit einer Messspitze oder Klemmprüfspitze genutzt werden.

Für ca. 120 Brücken mit verschiedenen Längen habe ich insgesamt etwa 5 Stunden gebraucht.

volkszaehler.org

volkszaehler.org ist ein freier Smart Meter (hier: intelligenter Stromzähler) im Selbstbau. Die anfallenden Stromprofile bleiben dabei unter der Kontrolle des Nutzers.

Seit dem 1.1.2010 müssen Stromversorger ihren Kunden für Neubauten so genannte „intelligente Stromzähler“ (Smart Meter) anbieten. Der Kunde soll dadurch seinen Stromverbrauch analysieren und optimieren können.

Die dabei anfallenden Daten („Stromverbrauchsprofil“) erlauben einen sehr detallierten Einblick in den Tagesablauf des Nutzers (wann steht er auf? wann geht er in’s Bett? wann kocht er? wie oft verwendet er seine Spülmaschine? verändert sich sein Verhalten? …). Darum sollten die Daten ausschließlich für den Nutzer selbst zur Verfügung stehen – und das geht nur, wenn man sich den Smart Meter selbst baut. Mit einem Materialeinsatz von ca. EUR 100, etwas Geschick und Zeit lässt sich das mit Hilfe eines Standard-µC-Moduls aufbauen.

Auf der SIGINT 2010 konnte ich mir den Vortrag von Justin Otherguy über das noch recht junge Projekt anhören und fand anschließen die Gelegenheit mit ihm über das Projekt zu sprechen. Schnell war für mich klar, dass ich hier helfen möchte.

Bisher gibt es nur einen funktionsfähigen Prototypen. In den letzten Wochen habe ich mit ein paar weiteren Entwicklern begonnen den Code des Prototypen neu aufzubauen. Volkzaehler.org ist dreigeteilt:

  1. Die Controller und Sensor Ebene
    erfasst  mithilfe eines Mikrocontrollers die Daten leitet sie an den Backendserver weiter.
  2. Der Backendserver
    besteht aus einem PHP-Skript und einer Datenbank. Hier werden die Daten weiter verarbeitet und ausgewertet. Er kommuniziert ausschließlich über eine standardisierte JSON API.
  3. Das Frontend
    stellt die Daten für den Benutzer übersichtlich dar und ist für die Ausgabe der Analysen verantwortlich.

Diese Darstellung verrät uns auch, dass nur der Stromverbrauch erfasst werden kann. Geplant sind sämtliche Messgrößen (Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Strahlung, Niederschlag etc…).

Bisher gibt es noch keine stabile, lauffähige Version des Quellcodes. Im Wiki, der Mailing-Liste und GitHub findet ihr weitere Informationen zu meinem neuen Projekt.

Wir freuen uns über jede Unterstüzung 🙂 Besonders Entwickler mit PHP und Javascript Kenntnissen wären hilfreich 😉

USB Audiointerfaces für Linux

Musik ist meine Freizeitbeschäftigung. Mittlerweile höre ich sie eigentlich in jeder Lebenslage. Zuhause, beim Laufen, Fahrrad fahren, auf der Arbeit und in der Bahn. Man könnte fast sagen ich bin süchtig geworden :-/ Die Qualität der Onboard-Soundkarte meines Dell Latitude ist einfach nur miserabel. Von dem Mikrofoneingang ganz zu schweigen. Ganz klar hier muss was besseres her.

Vorne weg: ich habe das Terratec PHASE 26 USB und das Cakewalk UA-1G getestet und mich schließlich für das Terratec entschieden. Meine Entscheidung habe ich nicht nach keinem bestimmten Gesichtspunkt getroffen. Hauptsächlich nutze ich das Interface aber zur Wiedergabe. Vielleicht gibt es demnächst auch mal wieder einen Audiobeitrag von mir ;).

Kriterien waren neben der Linux-Unterstützung ein digitaler Ausgang, ein Mikrofon- und Line-Eingang sowie herausragende Audioqualität.
Preislich habe ich mir eine Grenze von 100€ gesetzt.
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Dell Latitude D630 ist da!

In den vergangenen Osterferien habe ich jeden Tag um die Ankunft meines neuen Laptops gefiebert. Als er dann sechs Tage verfrüht bei mir auf dem Tisch lag freute ich mich riesig. Hier ein Kompliment an Dell. Diese pessimistische Lieferzeiteinschätzung ist wirklich eine gute Marketing Strategie.

Meine ersten Erfahrungen mit dem D630 unter Debian Etch waren grauenvoll. Anfange lief gar nichts. Erst nach mehreren Stunden konnte ich die wichtigsten Komponenten zum Laufen bringen.

Meine Rettung war die neue LTS (Long Term Support) Version von Ubuntu, Hardy Heron. die fast zeitgleich mit dem Eintreffen meines Laptops veröffentlicht wurde.

Zu Ubuntu gibt es nicht viel zu sagen: Es läuft einfach alles!

Und das nach ca. 20 minütiger Installation, ohne weitere Konfiguration.

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